Ein Kommentator sagt: „Das ist so bedeutend wie der Sturz der Sowjetunion: Ein spontaner Ruf nach demokratischen Reformen!“
Ein kurzer Blick in mein E-Mail-Postfach verrät mir, dass eingetroffen ist, womit ich intuitiv gerechnet hatte: ein kurzer Kommentar von Carl Johan Calleman zu den phänomenalen Ereignissen in Ägypten. Calleman schreibt, dass dies zwar noch nicht Teil der eigentlichen von den Maya prophezeiten spirituellen Bewusstseinswelle sei. Es handele sich aber um das erste und überaus bemerkenswerte Vorzeichen dieser Welle. Die wirkliche Welle werde ab dem 8. März 2011 spürbar werden, sich stufenweise aufbauen und bis zu dem wohlbekannten Enddatum des Maya-Kalenders am 21. Dezember und noch darüber hinaus andauern.
Calleman wurde berühmt, weil er die Finanzkrise des Jahres 2007 durch seine Deutung der Kalenderdaten vorhergesagt hat. Und er stimmt mit mir überein, dass das vorhergesagte höhere Bewusstsein uns nicht aufgezwungen werden wird. Wir müssen lernen, uns auf diese neue Ebene der Spiritualität „einzustimmen“. Ich glaube, dass dieser Prozess der „Einstimmung“ bereits in vollem Gang ist. Es handelt sich dabei um das, was ich die Zwölfte Erkenntnis nenne: eine neue Klarheit und Einsicht, wie wir unsere Spiritualität auf konkrete, praktische Weise leben können.
Interessieren Sie sich für das „Gesetz der Anziehung“, haben aber den Eindruck, dass Ihr Wissen noch unvollständig ist? Wissen Sie, dass es ein „Geheimnis“ gibt, mit dessen Hilfe Sie Ihre Träume verwirklichen können, sehen aber auch, dass wir gerade erst zu begreifen beginnen, wie man das macht? Fragen Sie sich, ob Sie es gewagt hätten, sich an den Protesten in Ägypten zu beteiligen, wenn Sie dort gewesen wären?
Wenn Sie sich solche Fragen stellen, sind auch Sie dabei, sich „einzustimmen“. Und da gibt es noch etwas, das Sie wissen sollten: In jeder größeren Religion gibt es eine Enklave von Menschen, die sich zur selben Zeit für dieses höhere Bewusstsein öffnen. Gegenwärtig erleben wir, wie in vielen religiösen Traditionen eine lebendigere Spiritualität erwacht. Man kann sogar sagen, dass heute eine „authentische Spiritualität“ für alle sichtbar demonstriert wird.
Darüberhinaus zeigt es sich, dass wir durch unsere Entdeckung dieser tiefer gehenden Gemeinsamkeit zwischen allen Religionen bereits dabei sind, die Kluft und die Konkurrenz zwischen den Glaubensrichtungen zu überwinden. Mit anderen Worten, auf der Ebene der unmittelbaren Erfahrung fühlt sich Spiritualität für alle Menschen gleich an. Daher besteht der neue Wert darin, dass wir jeder für sich die Spiritualität selbst „erfühlen“.
Gleichzeitig verrät uns der Maya-Kalender noch mehr: Unabhängig von unserer religiösen Präferenz wird es jetzt für uns alle viel einfacher werden, sich „einzustimmen“! Warum? Je mehr Menschen „es“ tun, desto mehr wird dieses Bewusstsein in unserer Kultur zur Norm werden, und damit wird es für jeden von uns viel leichter, diesen Schritt selbst zu vollziehen (und es wird auch gesellschaftlich viel mehr akzeptiert werden).
In den vorherigen Artikeln habe ich beschrieben, wie dieses „Einstimmen“ sich anfühlt. In allen Traditionen ist die Rede von den „Früchten“ des spirituellen Lebens. Jede Tradition rückt andere Aspekte dieser Früchte in den Vordergrund, aber indem wir uns für diese „authentische Spiritualität“ öffnen, integrieren wir alle diesbezüglichen Auffassungen in eine gemeinsame Erfahrung.
Zuerst und vor allem fühlen wir die Liebe und den Frieden, die uns aus der höheren Verbundenheit mit dem Göttlichen zufließen. Aber zusätzlich stellen sich andere, esoterischere Wahrnehmungen ein: eine psychologische Übereinstimmung mit dem karmischen Plan für das Universum, so dass unsere Ziele und Träume auf wunderbare Weise Gestalt annehmen; intuitive Botschaften, die uns stets zur rechten Zeit an den rechten Ort führen, so dass sich synchronistische Fügungen ereignen können; und, was besonders tiefgreifend ist: Wir verspüren den zunehmenden Drang, einen Beitrag zu leisten, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Dieser innere Drang, etwas Positives beizutragen, ist es, der die Blogger und Twitterer antrieb, die in der Anfangsphase mithalfen, dem Ruf nach demokratischen Reformen in Ägypten Gehör zu verschaffen. Und deshalb schauen so viele Menschen überall auf dem Planeten voller Hoffnung auf die Ereignisse dort.
Doch gleichzeitig sind wir alle besorgt. Was geschieht, wenn die Extremisten die Kontrolle an sich reißen und das Land erneut diktatorisch regiert wird? Was geschieht, wenn die Großmächte die Demokratiebewegung nicht ausreichend unterstützen?
Doch diese Sorgen sind einfach ein weiteres Zeichen dafür, dass in uns allen der innere Antrieb wächst, selbst etwas zu tun. Zur Zeit läuft in der Welt Vieles falsch. Aber die Botschaft der Zwölften Prophezeiung lautet, dass wir es schaffen können. Hilfe ist unterwegs, weit mehr als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in der Geschichte. Werden Sie aktiv. Beweisen Sie es sich selbst, dass der spirituelle Wandel eine Realität ist. Stimmen Sie sich ein!
Ein leises Klopfen an die Tür genügt.

Margarete Herlt