James Redfield war 43, als er das Buch Die Prophezeiungen von Celestine veröffentlichte. Dem ging ein lebenslanges Interesse an der menschlichen Spiritualität voraus. Redfield, geboren am 19. März 1950, wuchs in einer ländlichen Gegend in Alabama auf. Schon in früher Jugend suchte er nach Klarheit in spirituellen Fragen. Zwar herrschte in der Methodistengemeinde, in der er seine Kindheit verbrachte, eine liebevolle Atmosphäre mit ausgeprägtem Gemeinschaftssinn, doch es frustrierte ihn, dass man ihm dort keine Antworten auf seine Fragen nach der wahren Natur der spirituellen Erfahrung geben konnte.
Als junger Mann beschäftigte er sich mit östliche Philosophien, darunter Taoismus und Zen, während er an der Auburn University Soziologie studierte. Nach seinem Examen arbeitete er über fünfzehn Jahre als Therapeut mit jugendlichen Missbrauchsopfern. Während dieser Zeit suchte er in der Human Potential Bewegung nach Theorien über Intuition und psychische Phänomene in der Hoffnung, so seinen leidgeprüften Klienten besser helfen zu können. Die Ideen, die Redfield dabei entwickelte, fanden schließlich Eingang in Die Prophezeiungen von Celestine. 1989 beendete er seine Tätigkeit als Therapeut, um sich ganz dem Schreiben zu widmen, wobei er aus seinem Interesse an interaktiver Psychologie, östlicher und westlicher Philosophie, Wissenschaft, Zukunftsforschung, Ökologie und Geschichte schöpfte.
Im Gewand einer fesselnden Abenteuer-Parabel, „zwischen Indiana Jones und Scott Peck“, wie das Buch charakterisiert wurde, schuf Redfield mit Die Prophezeiungen von Celestine ein Modell für spirituelle Wahrnehmung und Erkenntnis, das weltweit Millionen Leser begeisterte. Statt selbst das Rampenlicht zu suchen, trat Redfield in seinem Buch dafür ein, dass jeder Mensch intuitiv seine eigene spirituelle Bestimmung finden muss.
In Die Vision von Celestine, seinem 1998 in deutscher Übersetzung erschienenen Sachbuch, schrieb er: "Vom Januar 1989 bis zum April 1991 arbeitete ich daran, Die Prophezeiungen von Celestine zu Papier zu bringen, und dazu gehörten allerlei missglückte Versuche und Neuanfänge. Dennoch fügten sich meine gesammelten Erfahrungen beim Schreiben zum Teil nahtlos in den Text der Abenteuergeschichte ein und steuerten wie von selbst auf bestimmte Themen zu, die ich von vornherein einbauen wollte, ohne recht zu wissen, wie. Inspirierende Bücher landeten im rechten Moment im Haus, oder ich traf genau die Sorte von Mensch, die ich gerade beschreiben wollte. Hin und wieder wurde ich von wildfremden Leuten angesprochen, die mir aus unerfindlichen Gründen von ihren spirituellen Erfahrungen erzählen wollten.“
Nachdem Redfield das Buch zunächst im Eigenverlag herausgebracht hatte, erwarb Warner Books die Rechte und veröffentlichte im März 1994 die Hardcover-Ausgabe. Das Buch kletterte rasch auf Platz 1 der Bestsellerliste der New York Times. Für über drei Jahre hielt es sich auf der Liste. Auch Redfields zweites Buch Die zehnte Prophezeiung wurde ein Bestseller-Erfolg. Beide Bücher standen zusammen 74 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times. Im Jahr 1996 war James Redfield der weltweit erfolgreichste Hardcover-Autor.
Im Oktober 1997 wurde James Redfield auf der 23. Pio Manzu Konferenz in Rimini die Medaille des Präsidenten der Republik Italien verliehen. Im Frühjahr 2000 erhielt James zusammen mit Millard Fuller, dem Gründer von Habitat For Humanity, die Auszeichnung Humanitarian of the Year ihrer Alma Mater, der Auburn University. Zwei Monate später wurde er von der International New Thought Alliance erneut für sein humanitäres Engagement ausgezeichnet.
Die inspirierende Serie der Celestine-Abenteuerparabeln wurde 1999 mit Das Geheimnis von Shambhala fortgesetzt, einem Roman, der im modernen Tibet spielt und die Leser an einen heiligen Ort führt, wo für die gesamte Menschheit bedeutsame Wahrheiten enthüllt werden. In Zusammenarbeit mit dem Autor Michael Murphy und der Filmemacherin Sylvia Timbers veröffentlichte James im Jahr 2002 das Buch Gott und die Evolution des Universums: Der nächste Entwicklungsschritt für die Menschheit .
Im März 2004 wurde James Redfield von der Wisdom Media Group der World View Award verliehen. Damit wurden sein Beitrag zur Erforschung der menschlichen Existenz und sein unermüdlicher Einsatz zum Wohl der Menschheit gewürdigt.
Der krönende Abschluss der Celestine-Reihe, Die zwölfte Prophezeiung von Celestine, ist am am 2. März 2011 im Allegria Verlag erschienen.
James lebt mit seiner Frau Salle und seinem Hund Toby in Florida und Alabama.
