Meine Lieben,
ich habe heute das leise Gefühl, dass ich euch an meinen Gedanken teilhaben lassen könnte. Gedacht, getan.
Seit einem Tag, einer Nacht und einen weiteren Tag regnet es ununterbrochen durch.
Ich habe damit an sich kein Problem. Irgendwie passt das Wetter auch oft zu meinen Stimmungen bzw. zu den Dingen, die aktuell präsent sind und bearbeitet werden wollen/müssen usw. Dann hat man oft genau das richtige Wetter, um bei sich zu sein. In der Wohnung. Um Ordnung zu schaffen. Die Energien wieder zu bereinigen, zu erneuern. Damit man sich wieder wohlfühlt in seinem Umfeld.
Innere und äußere Reinigung. Bei mir geht immer alles einher. Was ich denke, das fühle ich. Und umgekehrt. Und alles hallt als Echo in meinem Körper wider. Wenn es Anklang in und mit meiner Seele und meinem Herzen findet, fühle ich mich gut und in meiner Mitte.
Handle ich gegen meine Überzeugungen oder handle einfach nur verwirrt oder aus einer Laune heraus, schade ich mir und vielen anderen, "unschuldigen" Menschen.
Es ist für mich nun wirklich die Zeit gekommen, in der ich mir endlich mal klarmache, was ich überhaupt wirklich will, was mir wirklich wichtig ist.
An sich weiß ich das bzw. habe Ahnungen, oder glaube es zu wissen. Oder denke oder fühle es.
Andererseits ist dem wohl nicht so, und daher ist es irgendwie für mich ziemlich schwer.
Gedanken...diese bösen, bösen Gedanken...^^ ;)
Aber was wären wir ohne sie... Ohne Denken könnten wir nicht leben.
Es kommt aber immer darauf an, was es für Gedanken sind. Auf die Qualität. Wohin sie gehen/abdriften. Was sie einem sagen wollen...
Das Wetter ist dieses Jahr sehr merkwürdig...
April und Mai waren ziemlich trocken... Der Sommer hingegen bis jetzt größtenteils verregnet.
Muss aber auch zugeben, dass ich viele Tage, an denen die Sonne schien, nicht recht genießen konnte, hab sie nicht wirklich genutzt. Jedenfalls nicht, um rauszugehen und das Wetter dann zu genießen. Ich renne der Sonne nicht gern hinterher. Sie soll einfach da sein und "warten" ;) Oder eben immer da sein... Und nein, für selbstverständlich würde ich sie dann nicht hinnehmen. Aber trotzdem!
Kaum ist die Sonne aber mal draußen, ist es mir oft einfach gleich wieder zu warm...
Oder es ist bewöklt und schwül...
Ja, das Wetter passt zu dem Rest. So richtig recht machen kann man mir´s eben in letzter Zeit nicht so wirklich, es scheint jedenfalls so. Und ich mir selbst auch nicht. Nicht immer. Nicht vollständig.
Es passiert ständig so viel.
Und was ich bemerke ist, dass es immer (!) von Vorteil ist, die Dinge, die einen JETZT beschäftigen, niederzuschreiben!
So kann man, wann und wenn man will, später alles nochmal nachlesen, durchlesen, sich Vieles nochmal durch den Kopf gehen lassen... Und dann blickt man zurück und dann wieder in den gegenwärtigen Moment und... hat teilweise etwas gelernt, sich verändert, entwickelt, aber im Grunde, im Kern, nicht (ist bei mir so!!! Muss nicht auf alle zutreffen, aber ich glaub, viele verstehen, was ich damit meine).
Auch wenn ich viel weiß, egal ob Theorie oder Praxis, so hab ich doch oft das Gefühl, alles dreht sich im Kreis. Und ja, es ist ja im Grunde auch ein ewiger Kreislauf... Das Leben...
Ich hab auch in letzter Zeit das beklemmende Gefühl, betäubt zu sein von meinen Gefühlen. Ich bin so dankbar für so Vieles! Und ich kann es verdammt nochmal nicht zeigen! Nicht so, wie ich es empfinde!!! :( Das macht mich nachdenklich und traurig...
Es treten so viele wunderbare Menschen in mein Leben bzw. jene, die schon seit Jahren an meiner Umgebung und an meiner Seite sind, sind so lieb zu mir, sie lieben mich und würden so viel für mich machen, und machen es!, und ich empfinde Dankbarkeit dafür, aber nicht diese Liebe, die sie empfinden. Bin ich innerlich tot?
Wo ist denn diese andere Liebe von früher hin? Hab ich sie selbst vernichtet? Durch Gedanken und Gefühle? Aber wie kann ich daran Schuld sein, Gefühle sind nun mal da und Gedanken kommen nun mal auf...
Ich brauche und nehme mir Abstand. Um wieder klarer zu sehen. Die Dinge zu ordnen, Ordnung zu schaffen. Um Vergebung zu flehen. Meinen besudelten Körper und meinen verwirrten Verstand wieder in einen reinlichen Einklang zu versetzen...
Die Zeit an sich ist nicht das Problem, sondern wie man sie verbringt.
Die Zeit an sich ist mir scheißegal. Ich lebe nicht wirklich nach ihr. Würde am liebsten komplett ohne Wecker/Uhr/Zeit leben, nur im Rhythmus der Natur, der Gezeiten, der Jahreszeiten und von Tag und Nacht, Sonne, Mond, den Sternen und der Planeten, im Einklang mit Flora und Fauna leben...
Vielleicht eines Tages...
Mein "Ziel"..
Die Zeit vergeht zu schnell.
Ich mag das echt nicht!
Alles fühlt sich so einengend an, so unwirklich, surreal, trivial.
Unecht. Gekünstelt.
Hässlich.
Nicht mein Geschmack.
Laut, dreckig, vernichtend.
Ein Leben auf Zeit.
Eine Phase aus Zeit.
Das ist nicht schön.
Ich habe so gewählt.
Hab ich das tatsächlich?
Wohl kaum...
Bin so paradox. Paranoid. Schizophren.
Macht doch keinen Spaß, wenn man das Eine will und das Andere tut. Oder gar nicht recht weiß, was man will und irgendwas tut. Zum Zeitvertreib.
Zum Energieauftanken.
Zur Ablenkung.
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.
Nun, ich kenne mich selbst doch recht gut und werd aufgrund der Gegensätzlichkeiten in mir aus mir aber nicht schlau/er. Ich lebe trotzdem noch irgendwie genauso, wie ich schon immer gelebt habe. Vieles möchte ich gar nicht verändern, weil es sich alles im Grunde doch richtig anfühlt (bis auf mein Privatleben und vielleicht mein Arbeitsleben...)...
Ich bin festgefahren.
Oder es kommt mir nur so vor?
Ich sollte wohl mal besser aufhören, mir das zu sagen, das zu denken...
Und vielleicht mal mit den Zwiegesprächen in meinem Kopf aufhören.
Ohja...
Weil ich denke und denke, aber nicht handle, komme ich nicht weiter, nicht vorwärts.
Ich möchte das ändern...