"Das tiefste Geheimnis ist, dass das Leben nicht ein Entdeckungsprozess,
sondern ein Schöpfungsprozess ist.
Du entdeckst Dich nicht selbst, sondern Du erschaffst Dich neu.
Trachte deshalb nicht danach herauszufinden, wer Du bist,
sondern trachte danach zu entscheiden, wer Du sein möchtest."
(Neale Donald Walsch, "Gespräche mit Gott", Band 1)
Die Wiederentdeckung Deiner Göttlichen Essenz
Vor langer Zeit entschloss sich GOTT (ALLES-WAS-IST) zu einem einzigartigen Experiment. Es war ein Experiment, welches zuvor noch nie im Universum stattgefunden hatte.
Du musst Dir vorstellen, dass es bis dahin nichts gab, außer Dir selbst. Es gab kein Außen, kein Oben, kein Unten, kein Hier, kein Dort, kein Davor, kein Danach, nur Dich selbst.
In einem Zustand des reinen SEINS warst Du voller Ideen und Inspiration. Die gesamte Schöpfung, alles, was erdacht werden kann war in Dir als reines Konzept, als bloße Vorstellung und Idee vorhanden.
Doch das Verlangen in Dir wurde immer größer, alle diese Ideen auch selbst erfahren zu können. Doch das war nicht möglich, denn es gab nichts außer Dir.
Und so entstand die Idee zu diesem außergewöhnlichen Experiment: Du wusstest, dass Du Dich selbst nur dann erfahrungsgemäß kennenlernen konntest, wenn Du Dich in Bezug zu etwas außerhalb von Dir setzen konntest. In einer gewaltigen Explosion, von der man sagen kann, dass diese dem Ur-Knall entspricht, teiltest Du Dich selbst auf in unendliche Mengen kleinerer Teile, einzelner Aspekte Deiner selbst. Das Universum mit allen seinen physischen und metaphysischen Seinsbereichen entstand. Doch damit diese Erfahrung im ganzen Umfang möglich sein würde, mussten alle Aspekte Deiner selbst vergessen, wer und was sie wirklich sind. Die Dualität entstand, eine Welt der Polaritäten. Mit der Ausdehnung des Universums entstanden Raum und Zeit, Materie und Antimaterie, Licht und Dunkelheit.
In den Anfängen des Universum – oder besser gesagt: der Universen, denn es gibt unendlich viele Universen, Dimensionen und Realitäten in Gottes Schöpfungsraum – hatten wir noch einen Teil unserer Erinnerungen. Wir lebten in hoch entwickelten Gesellschaften wie Lemuria, in denen wir uns vollkommen dessen bewusst waren, dass wir alle untrennbar miteinander und mit der gesamten Schöpfung verbunden sind. So gingen wir achtsam und liebevoll mit der ganzen Schöpfung um im Wissen, dass genug für alle da war und es uns niemals an irgend etwas mangeln würde.
Doch die Welt wurde dichter und dichter, und schließlich vergaßen wir völlig, woher wir eigentlich kamen und wer wir tatsächlich waren. Angst machte sich breit. Es war eine tiefe Angst, die aus dem Glauben heraus entstand, dass alles voneinander getrennt war. Tagtäglich kämpften wir um das Überleben, versuchten, uns unseren Teil an den scheinbar begrenzten Ressourcen der Erde zu sichern. „Besser, ich überlebe, als der Andere“, so könnte der Lebensgrundsatz lauten, nach dem die meisten Menschen auch heute noch handeln.
So ist es nicht verwunderlich, dass unsere Welt heute so ist, wie sie ist. Und doch spüren wir tief in unserem Innern, dass da mehr sein muss, dass es irgend einen „Höheren Sinn“ geben muss, der hinter unserem Dasein auf der Erde steht. Wir fühlen, dass es ein alles verbindendes Bewusstsein geben muss, welches die erste Ursache für unser Sein ist.
Auch in den Religionen dieser Welt spiegelt sich unsere Sehnsucht wieder, „nach Hause zu kommen“. Doch sind auch die Vertreter der Religionen nicht frei von dem Prozess des Vergessens. Um die Daseinsberechtigung der Religionen zu sichern, wurden die ursprünglichen Lehren verändert und so verzerrt, dass sie zu Institutionen verändert wurden, in denen es weitestgehend nur noch darum geht, die „Gläubigen“ an sie zu binden und Macht auszuüben. Am besten funktioniert dies über die Angst, indem man aus der Vorstellung Gottes als Urheber des Universums und Vater/Mutter/Hervorbringer aller Menschenkinder und Schöpfungen einen patriarchalischen strengen, verurteilenden und strafenden Gott macht, der im Grunde die perfekte Abbildung eines eifersüchtigen Monarchen ist. Man erzählt uns, dass wir von Geburt an schlecht sind und dass weder unsere Handlungen, noch unsere Gedanken relevant sind, um uns zu retten. Man erzählt uns, Gott habe uns einen freien Willen gegeben, damit wir tun können, was wir wollen. Wenn wir dies aber tun, und dabei gegen Gottes Gesetze verstoßen, landen wir geradewegs in der Verdammnis, in der Hölle, in der wir über unendliche Zeiten furchtbare Qualen erleiden müssen. Was ist das für ein seltsamer Gott, der in den Bildern vieler Religionen gezeichnet wird? Ein Gott, der uns die freie Wahl gibt, uns dann aber bestraft, wenn wir diese freie Wahl ausagieren? Ein vollkommener Gott, der nur eine unvollkommene Welt zu schaffen im Stande ist, diesen „Fehler“ erkennt und die Welt anschließend zur Hölle schickt? Wenn wir uns dieses Gottesbild nur halbwegs mit Bewusstsein anschauen, wird sehr schnell klar werden, dass es sich um ein von Menschen gezeichnetes Bild handelt, welches mit einem wirklichen Gott, einem universellen Schöpfer nichts gemeinsam hat.
Neale Donald Walsch zeichnet in seinen „Gesprächen mit Gott“ ein ganz anderes Bild von Gott. Er beschreibt Gott als „Alles-Was-Ist“ und „Alles-Was-Nicht-Ist“, also als die gesamte sichtbare und unsichtbare Schöpfung, die Welt der unmanifestierten und manifestierten Ideen. Damit gibt es nichts außerhalb von Gott, natürlich auch keinen Gegenspieler, keinen „Satan“. Der Sündenfall wird damit zur ersten Gnade, nämlich der Möglichkeit, die Schöpfung in ihrer ganzen Vielfalt erfahrbar zu machen. Es gibt damit auch kein Gesetz Gottes, was übertreten werden könnte, denn was Gott befiehlt, IST. Was wir dann mit dieser Schöpfung machen, liegt ganz in unserer eigenen Verantwortung. Wir können unseren Planeten zerstören, und unseren Inkarnationen als Menschen damit ein Ende setzen, oder wir können unseren Planeten und unser Zusammenleben mit allen Erscheinungsformen des Lebens zu einem Paradies werden lassen. Wir können uns selbst vernichten, oder die Erfahrung machen, uns als Götter in einer physischen Welt zu erfahren. Wozu auch immer wir uns entscheiden, wir können allenfalls eine Form zerstören, aber nicht den Inhalt, unsere Göttliche Essenz als reines Bewusstsein, reine Information und reine Energie.
Doch wozu wir uns entscheiden, das hat Konsequenzen. Es sind Konsequenzen, die ganz logisch und natürlich auf unsere Handlungen und Entscheidungen folgen, und die wir damit ebenfalls in unsere Erfahrungen bringen. Und da alles mit allem verbunden ist (alles, ALL-ES ist GOTT, wir sind EINS mit ALLEM-WAS IST), kommen alle Konsequenzen zu uns zurück. Bestehlen wir einen anderen Menschen, so bestehlen wir uns selbst. Die Erfahrung, Opfer eines Diebes zu werden, wird automatisch zu uns selbst zurückkehren, denn es gibt niemanden außer Dir selbst im Raum der Schöpfung. Tötest Du auch nur eine einzige Lebensform in diesem Universum, so tötest Du einen Teil von Dir selbst! Vergiftest Du auch nur einen kleinen Aspekt des Lebens auf diesen Planeten, so vergiftest Du einen Teil von Dir selbst. Gehst Du auch nur mit einem winzigen Teil der Schöpfung lieblos und achtlos um, so kommt diese Lieblosigkeit und Achtlosigkeit zu Dir selbst zurück.
Bist Du großzügig und hilfsbereit, liebevoll und achtsam zu anderen Menschen, so wirst Du in Deinem Leben ebenfalls Liebe, Achtsamkeit, Großzügigkeit und Fülle erfahren.
Die meisten Menschen erfahren sich jedoch als Opfer des Lebens. Sie werden krank, verlieren materielle Besitztümer, werden lieblos behandelt und gequält. Und sie haben vergessen, dass sie selbst Schöpfer dieser Erfahrungen sind, die sie zuerst in ihr Universum gebracht haben. Es ist dabei essenziell zu verstehen, dass wir nicht nur individuell erschaffen (und das in jedem Moment), sondern auch kollektiv (Alles ist mit Allem verbunden). Es gibt das Kollektiv der Familie, und wir merken dies an den unzähligen Konditionierungen, die unser heutiges Handeln und Erleben bestimmen. Und es gibt das Kollektiv unseres Dorfes, unserer Stadt, des Landes, in dem wir geboren wurden und natürlich das Kollektiv der gesamten Menschheit.
Alle diese kollektiven Schöpfungsebenen bestimmen, wie unsere Welt heute aussieht und wie sie morgen aussehen wird. Um also etwas zu verändern, müssen wir zunächst bei uns selbst beginnen. Der erste Schritt ist das „Erwachen“, das „Wiedererwecken“ unseres „höheren“ Bewusstseins. Wir müssen uns wieder daran erinnern, WER UND WAS WIR WIRKLICH SIND, denn mit dieser Erinnerung wird aus unserer vermeintlichen Ohnmacht Macht. Wir erhalten die Macht des Schöpfers zurück, die wir nur dann in vollem Umfang nutzen können, wenn wir uns unseres EINS-SEINS mit der gesamten Schöpfung bewusst werden.
Auch dies hat Konsequenzen. Wir können niemandem außerhalb von uns die Verantwortung für unser Leben zuschieben. Wir können noch nicht einmal irgend einem Wesen außerhalb von uns die Verantwortung dafür zuschieben, dass unsere Welt so ist, wie wir sie heute erfahren. Wir erinnern uns wieder dann daran, dass wir die Verantwortung für unsere Erde von Gott in die Hände gelegt bekommen haben als Verwalter, nicht als Ausbeuter der Erde.
Krankheiten sind ebenso nichts Anderes als physische Erscheinungsformen der Krankheit unseres Glaubens und Denkens. Erinnern wir uns an unsere wahre Essenz, an das, WER UND WAS WIR WIRILICH SIND, so werden wir Heil, wir werden wieder GANZ. Wir erinnern uns damit wieder an unsere Göttliche Vollkommenheit, die auch den vollkommenen Körper und den vollkommenen Geist einschließt.
Unvollkommenheit können wir nur erfahren, so lange wir uns als getrennt von Allem empfinden und erleben. Alles (ALL-ES) ist vollkommen, nur müssen wir dies erst wieder erkennen. Sogar die Kriege, die Gewalt, die Probleme von Hunger und Armut auf unserer Welt haben von einer höheren Betrachtungsebene gesehen etwas Vollkommenes, denn wir können die Vollkommenheit nicht als solche erfahren, wenn wir nicht zunächst auch die Unvollkommenheit erfahren haben. Licht kann sich nicht als Licht erfahren, wenn es nicht in die Dunkelheit gebracht wird. Im Licht selbst geht es sozusagen unter, wird unsichtbar, unerfahrbar. Es ist also an uns, ob wir unser wahres Licht in die Dunkelheit bringen wollen und damit die Illusion der Dunkelheit beenden wollen.
Wenn ich keine Trennung wahrnehmen kann, kann ich auch keinen physischen Körper wahrnehmen, weil alles sonst sofort zu einer Einheit verschmelzen würde. Trennung erschafft Raum (physische Abstände durch Distanz) und Zeit (die Ursache und Wirkung unserer Handlungen und Gedanken wird voneinander getrennt).
Dies ist auch der „höhere Grund“ dafür, dass wir, nachdem die polare Schöpfung entstanden ist zunächst alles vergessen mussten, ganz tief in die Dunkelheit eintauchen mussten. Mit der Erinnerung an unsere wahre Essenz geschieht Heilung. Und diese Erinnerung ist auch das, was die Kernbedeutung des Wortes „Vergebung“ ist. Wenn wir wirklich vergeben, erkennen wir an, dass wir alle EINS sind, dass wir unverletzbare, vollkommene Göttliche Wesen sind. Die vermeintliche Verletzung, die uns der Andere „angetan“ hat, löst sich auf und gibt den Blick auf unsere Vollkommenheit frei. Mit der Vergebung befreien wir also im Grunde nicht den Anderen, sondern wir erlösen uns selbst von der eingebildeten Verletzung. Da der Andere und ich eins sind, heile ich durch die Vergebung alles. Diese Erkenntnis ist auch Grundlage des hawaiianischen Ho`oponopono, einer Heilmethode, die anerkennt, dass wir alle miteinander verbunden sind. Wenn ich mich selbst heile und um Vergebung bitte, heile ich die Welt.
Die Frage, die sich hier an dieser Stelle zeigt ist: „Wie können wir erwachen, uns erinnern, WER und WAS wir WIRKLICH SIND und zum bewussten Schöpfer unseres Lebens werden?“
Hierzu gibt es viele Wege, so viele Wege, wie es individuell unterschiedliche Menschen gibt. Doch gleich, ob wir etwas tun oder nicht tun, wir werden am Ziel ankommen, denn Zeit ist eine Illusion. Wir haben an dieser Stelle jedoch die Wahl, ob wir weiter über einige tausend Inkarnationen unbewusst bleiben wollen, oder ob wir uns dazu entscheiden, JETZT zu erwachen und damit wieder unsere eigene Göttliche Wahrheit zu erfahren. Wir haben die Wahl, ob wir weiter in Angst und Mangel leben wollen, oder ob wir bewusst die Fülle des Universums in unser Leben und damit auf die ganze Erde bringen wollen. Erinnere Dich nochmals daran: Es gibt niemanden außer Dir in diesem Schöpfungs-Raum! Es liegt in Deiner Hand, wie die Welt morgen aussehen wird!